4th of July 2018 im Siegerland

Mit dem Motiv eines purpurfarbenen Feuerwerks über dem Washingtoner Lincoln Memorial hatte die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein (DAGSiWi e. V.) anlässlich des Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung der USA zu einer “4th of July”-Barbecue-Party eingeladen.

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete der Verein die Feier mit einem amerikanisch inspirierten Menü in Tommis Restaurant im Hotel Siegboot (Siegen). Auf der Gästeterrasse des Hotels fanden sich rund 40 Vereinsmitglieder und neugierige externe Gäste ein, um Grillspezialiäten zu genießen und in lockerer Atmosphäre über die vielfältigen und aktuell von facettenreichen Stimmungen geprägten deutsch-amerikanischen Beziehungen ins Gespräch zu kommen. Der Termin des tatsächlichen amerikanischen Feiertags “Independence Day” (4th of July) war dabei bewusst gewählt, was auch für die Auswahl der Leckerbissen von Grill und Buffet galt. Auf die Teller kamen eine ebenso fantasie- wie gehaltvolle Auswahl an Grillgut (frische Burger, Hähnchenbrust, Würstchen und Spareribs) sowie Salate und diverse Beilagen. Restaurantchef Thomas

DAG SiWi Vorstand mit D. Woodrow (3.v.l. Austauschstudent aus Philadelphia) Foto: DAG SiWi

Kahmer bot eigens zu diesem Anlass eine feine Auswahl kalifornischer Weine, hauptsächlich aus dem 300 km langen Central Valley. Zum Dessert durften New York Cheese Cake und Brownies nicht fehlen. Die Hintergrundmusik, Latino-Rhythmen à la Little Havana, ertönte ganz stilecht aus einer eigens zu diesem Anlass aufgestellten nostalgischen Prestige-Jukebox. Volker Schüttenhelm, Präsident der DAGSiWi, verabschiedete bei dieser Gelegenheit Dean A. Woodrow, Austauschstudent aus Philadelphia, dessen mit Hilfe der VDAC ermöglichter einjähriger Studienaufenthalt in Siegen zu Ende geht.

Die Feiergesellschaft war sich einig: die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind viel zu
bedeutsam, um sie den Stimmungen der Tagespolitik zu überlassen und der “4th of July” ist ein wunderbares Traditionsdatum, um zu einer gelungenen sommerlichen Feier zusammenzukommen.

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Besuch der Germanna aus Virginia

Germanna-Besuchergruppe mit Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke (Bild: DAG SiWi e. V.)

Im Jahre 1713 war die englische Kolonie Virginia Ziel von 42 Siegerländer Auswanderern. Ihre Nachfahren, seit 1956 in der Memorial Foundation of Germanna Colonies organisiert, besuchten zum 15. Male die Dörfer ihrer Vorfahren, wie die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegen-Wittgenstein (DAGSiWi) dieser Tage in einer Presseverlautbarung mitteilte.

Der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein als Hauptorganisator hatte mit Hilfe der DAGSiWi die Planung der Reise auf deutscher Seite übernommen.
Die Gruppe besuchte unter anderem Oberfischbach, Trupbach, Oberholzklau, Eisern, den historischen Hauberg in Kreuztal-Fellinghausen und besichtigte – soweit noch vorhanden – die Häuser ihrer Vorfahren. In den einzelnen Dörfern nahmen sie Einsicht in alte Kirchenbücher mit Taufeintragungen ihrer Vorfahren.

In Oberfischbach wurden die Besucher über die Zeit der Auswanderer informiert und erfuhren viel über den Leiter der Auswanderergruppe, Johann Henrich Haeger, welcher in Oberfischbach Pfarrer war und als Rektor die Siegener Lateinschule von 1669 bis 1703 leitete. Viel Bewunderung erfuhr der seit 350 Jahren benutzte Abendmahlskelch, gestiftet von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen.

Alleine aus Trupbach wagten damals 21 Bewohner die gefährliche Reise in die Neue Welt und siedelten an der Westgrenze des damaligen Siedlungsgebietes europäischer Einwanderer in Nordamerika. Zu ihnen gehörte auch die Familie Richter, Vorfahren des US-amerikanischen Astronauten und zweiten Menschen auf dem Mond, Buzz Aldrin. Mitglieder des Heimatvereins Trupbach e. V. verköstigten die Gäste, führten sie durch das Dorf und zeigten ihnen drei noch vorhandene Gebäude der Auswanderer.

Wie Eisen und Stahl vor rund 2.500 Jahren und heute im Siegerland erzeugt und bearbeitet wurde bzw. wird, erfuhren die amerikanischen Gäste während einer Besichtigung des Windofens aus der La-Tène-Zeit in Wilnsdorf-Obersdorf und der Walzengießerei Irle in Deuz.

Eine Stadtführung und ein Abschiedsabend mit Siegerländer Freunden in einem Freudenberger Hotel, der ständigen Unterkunft während der Siegerländer Zeit, rundeten das Besuchsprogramm der Gruppe ab.

Ein Teil der Reisegruppe hatte Vorfahren im Kraichgau, einer Landschaft, im Nordwesten des heutigen Baden-Württemberg gelegen. Auf ihrer Fahrt dorthin besuchten die amerikanischen Gäste in Herborn das Museum der Hohen Schule. Der Leiter der damaligen Siegerländer Auswanderergruppe, Johann Henrich Haeger, war an dieser
Einrichtung nachgewiesenermaßen seit dem 16. April 1668 für einige Jahre Student.

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12. DAG-SiWi Auszeichnung von Schülerfacharbeit mit transatlantischem Thema

DAGSiWi-Vereinsvorsitzender Volker Schüttenhelm, Annika Jebramcik (Jugendbeauftragte der DAGSiWi), Dr. Holger Zeigan (Stellvertretender Schulleiter), Johanna Müller (Preisträgerin), Sven Arriens (DAGSiWi-Geschäftsführer), Ulrike Frank (Fachlehrerin)

Bereits zum 12. Mal zeichnete die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein  eine herausragende Schülerfacharbeit mit USA-bezogenem oder transatlantischem Inhalt aus. Die Schülerfacharbeiten konnten aus dem Fach Englisch, aber auch mit Bezügen zu anderen Fächern z. B. Geschichte, Geografie oder Politik, heraus entwickelt werden. Sie wurden mit einer entsprechenden Empfehlung über die betreuenden Fachlehrer eingereicht.

Preisträgerin für das Schuljahr 2017/18 ist Johanna Müller (Siegen), Schülerin des Gymnasiums Am Löhrtor, die unter dem Titel „Yes We Can – America First: Two approaches to a great task. Comparison of the inaugural speeches of Obama and Trump“ die Reden zur Amtseinführung von US-Präsident Trump und seinem Vorgänger Obama verglich. Dabei untersuchte sie sowohl inhaltliche als auch sprachlich-stilistische Aspekte.

In den sehr unterschiedlichen Reden war bei Obama in erster Linie ein Appell an die Einheit der Nation und das „Wir-Gefühl“ festzustellen, wohingegen Trumps Fokus auf der eigenen Person und der Auflistung ausgemachter Feinde, namentlich der ausländischen Wirtschaftskonkurrenz und dem machhungrigen Establishment im eigenen Lande, zu liegen schien.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhielt Johanna Müller in Anwesenheit des stellvertretenden Schulleiters, Herrn Dr. Holger Zeigan, und der betreuenden Fachlehrerin, Frau Ulrike Frank, aus der Hand von DAGSiWi-Präsident Volker Schüttenhelm einen repräsentativen Bildband über die Vereinigten Staaten mit einer persönlichen Widmung des amerikanischen Generalkonsuls Michael R. Keller (US-Generalkonsulat Düsseldorf) sowie ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro.

„Die Bearbeitung des Themas und die umfangreiche Recherche sprechen für die Wertigkeit dieser Jahresarbeit“, so DAGSiWi-Präsident Volker Schüttenhelm.

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Besondere Ehrung aus dem Siegerland für amerikanischen Generalkonsul

Foto (v. l. n. r.): DAG SiWi-Vizepräsident Martin Kröckel, US-Generalkonsul Michael R. Keller, DAGSiWi-Vorsitzender Volker Schüttenhelm Bildnachweis/Photo credit: U. S. Consulate general Duesseldorf

Aus der Hand von Volker Schüttenhelm, Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein, erhielt der scheidende US-Generalkonsul im Düsseldorfer Konsulat, Michael R. Keller, am Dienstag die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit. Diese besondere Ehre ist in den über 14 Jahren des Bestehens des Vereins bisher erst einmal vergeben worden. Die Mitgliederversammlung des Vereins hatte im März einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst, da man sich außerordentlich beeindruckt zeigte von der besonderen Verbundenheit des Diplomaten mit der Region Siegerland-Wittgenstein und seinem Engagement für die
transatlantische Völkerverständigung. Schüttenhelm wurde begleitet vom Vizepräsidenten der Gesellschaft, Martin Kröckel, und Johanna Müller, Schülerin des Siegener Gymnasiums Am Löhrtor, die aktuell die jährlich vergebene Auszeichnung der DAGSiWi für die beste Schüler-Jahresarbeit im Kreisgebiet zu einem transatlantischen Thema gewonnen hat. Neben einer zweisprachigen Urkunde erhielt Keller zur Erinnerung an die südlichste Großstadt seines einstigen Zuständigkeitsbereiches in NRW einen ebenfalls zweisprachigen Bildband über Siegen, verfasst von dem Siegener Anglistiker Prof. Dr. Christian W. Thomsen.

Keller, der mit seiner bescheidenen und offenen Art in den vergangenen drei Jahren landesweit viele Sympathien für sich verbuchen konnte, nahm sich im Anschluss an die Ehrung Zeit für ein rund anderthalbstündiges privates Gespräch mit dem Besuch aus Siegen. 

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4th of July Barbecue 2018

Auch in diesem Jahr laden wir Sie herzlich zu unserem 4th of July Barbecue in Tommis Restaurant. Auf der Veranstaltungsseite finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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Hoffnung auf ein besseres Leben von Heinrich Imhof

Nach vielen Jahren intensiver Recherchen hat der Wittgensteiner Autor und langjähriges DAG-Mitglied Heinrich Imhof nun das Buch „Hoffnung auf ein besseres Leben“ über die Auswanderung aus Wittgenstein im 18. und 19. Jahrhundert nach Amerika herausgebracht. Der Druck des Buches wird bei HARTH in Siegen bewerkstelligt. Die Fertigstellung und Auslieferung des Buches wird in ca. drei bis vier Wochen erfolgen. Anbei ein Flyer zum Buch. Für Interessenten ist an dem Flyer ein abtrennbarer Bestellschein beigefügt.

Flyer Vorderseite
Flyer Ruckseite

 

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Gazette 1/2018 ist online

In der Märzausgabe der VDAC-Verbandszeitschrift Gazette findet die DAG SiWi auf den Seiten 36 und 37 Erwähnung. Hier können Sie die aktuelle Ausgabe downloaden.

Gazette-1_2018

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Hawaii und Alaska aus erster Hand

Auf Einladung der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. präsentierte der Brachbacher Naturfotograf Guido Kettner kürzlich im Siegener Medienhaus Lyz faszinierende Aufnahmen aus US-Bundesstaaten Nr. 49 und 50, Alaska und Hawaii. Den Inselstaat Hawaii präsentierte Ketter als Ort einzigartiger Naturphänomene: Wale, die mit einem Knall auftauchen und Luftsprünge machen, Bäume, die rekordverdächtige Höhen erreichen, Riesenschildkröten, die Menschen umrennen können und Wellen, die für Surf-Fanatiker die größte Herausforderung ihres Lebens darstellen, wurden in brillanten Aufnahmen dem staunenden Publikum präsentiert, Besonders imposant waren die Bilder der Insel Maui, welche zu mehr als
75% von dem Vulkan Haleakala bedeckt wird. Auf der an der Nordküste von Maui
entlangführenden Road to Hana gilt es nicht weniger als 54 Brücken zu überqueren. Der große amerikanische Schriftsteller Mark Twain beschrieb in seinem Buch „Durch Dick und Dünn“ (Roughing It) einen auf der Insel Maui erlebten Sonnenaufgang als eines der erhabensten Erlebnisse seines Lebens.

Nicht außer Acht ließ Kettner den Sehnsuchtsort Hawaii als Aussteigerparadies. Insbesondere das ehemalige Fischerdorf Lahaina mit seiner beeindruckenden Front Street hat hier eine erstaunliche Entwicklung genommen.
Als Kontrast, wie er stärker kaum denkbar wäre, ließ Kettner das Publikum im Lyz sodann
eintauchen in die Landschaft Alaskas. Der Staat, der rund viereinhalb mal so groß ist wie
Deutschland, aber nur über ein Straßennetz der Größe des Saarlandes verfügt, ist ein Staat der Wildnis mit vielfach unberührtem Terrain – entlang des 666 km langen Dalton Highways, der parallel zur Trans-Alaska-Pipeline verläuft, gibt es so gut wie keine menschlichen Siedlungen. Fluoreszierende Polarlichter, aus gefährlicher Nähe fotografierte Bären, possierliche Murmeltiere, das amerikanische Wappentier – der Weißkopfseeadler – und grandiose Landschaftsimpressionen aus dem Staat, den Kettner nun schon fünfzehnmal bereist hat, wurden sachkundig kommentiert. In Nome, der Stadt des Goldrausches, kann noch immer Gold gefunden werden. Die hierfür erforderlichen Lizenzen kosten jedoch ein Vermögen. Überhaupt hat alles, was abenteuerlich
anmutet, stets seine wenig romantische, oft gefährliche Kehrseite. Wenn im Winter in dem US-Staat, der an seiner äußersten Spitze keine 200 km von Sibirien entfernt ist, die Temperaturen auf minus 40 °C sinken, sollte man sein Auto nicht ausgehen lassen – es würde nicht mehr anspringen, und könnte sodann zur Todesfalle werden. Überhaupt ist das Auto gar nicht das am meisten genutzte Fortbewegungsmittel in Alaska, sondern das Flugzeug. Die meisten, oftmals weit auseinander liegenden Haushalte verfügen über ein sportliches Kleinflugzeug, um zu Einkaufsmöglichkeiten, zu Freunden oder zur Schule zu gelangen. In Alaska kann es im Winter durchaus vorkommen, dass sich der Schnee 4 m hoch türmt. Ackerbau ist ganzjährig undenkbar. Bis zum Mitte September einsetzenden Frost kann in Alaska zumindest Fischfang betrieben werden, eine wichtige Einnahmequelle für viele Familien.

Ein besonderes Souvenir ließ Kettner übrigens aus der Nähe der seit Ende der 1960er Jahre verlassenen Geisterstadt Kennicott mitgehen: Die verchromte Radkappe eines in der Wildnis verlassen vor sich hin rostenden alten Mercedes.

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Fotovortrag über Alaska und Hawaii

Zu einem öffentlichen Vortrag mit Fotos aus den beiden jüngsten US-Staaten, Alaska und Hawaii, die der Naturfotograf Guido Kettner (Brachbach) persönlich erläutert, lädt die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. 

am Dienstag, 20. März, um 20 Uhr
in das Kultur- und Medienhaus Lyz

ein.

Alaska und Hawaii gehören seit 1959 als 49. bzw. 50. Bundesstaat zu den USA. Alaska, Land überwältigender Naturschönheiten, in dem Ackerbau nicht möglich ist, wurde bereits 1867 von Russland käuflich erworben. Guido Kettner begegnete hier Menschen, wilden Tieren, unendlicher Weite und der Einsamkeit, arktisches Klima inklusive.

Im krassen Gegensatz hierzu steht Hawaii, 50. US-Staat, mit seinen acht bewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs, die rund 4.500 km vom amerikanischen Festland entfernt sind. Die sich über 2.300 km erstreckende Inselkette wurde 1778 von James Cook entdeckt und im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 von den USA annektiert. Der verstädterte Bereich um die Metropole Honolulu, die Lavawüsten von Big Island, Schauplatz des legendären Ironman-Triathlon, und die palmengesäumten Traumstrände hat Kettner in faszinierenden Aufnahmen eingefangen. Der Eintritt ist frei.

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Thanksgiving Day in Siegen 2017

Traditionell am vierten Donnerstag im November wird in den USA der überkonfessionelle
Thanksgiving Day gefeiert – als allgemeines Friedens- und Erntedankfest, zu dessen
Ursprüngen es nur eine unzureichende und zuweilen widersprüchlich diskutierte
Quellenlage gibt. Als gesichert gilt die Tatsache, dass von den aus England stammenden
Pilgervätern 1621 nach der ersten Ernte in der Kolonie Plymouth im heutigen US-Staat
Massachusetts erstmalig das Fest begangen wurde. Auch auf dem alten Kontinent greift
man diesen Brauch in Würdigung der Verbundenheit mit der „Neuen Welt“ gerne auf.

Mit knapp siebzig Gästen konnte die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-
Wittgenstein mit der mittlerweile schon zur Traditionsveranstaltung avancierten Thanksgiving-Feier im Spiegelsaal des Hotels Pfeffermühle abermals eine kulinarische mit einer völkerverbindenden Mission verbinden. Gäste aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Umland sowie ausländische Studierende sowohl aus den USA als auch aus Russland zeigten sich beeindruckt von der gelebten deutsch-amerikanischen Freundschaft und der Authentizität des Buffets, bestehend aus dem obligatorischen Truthahn mit Currysoße, Süßkartoffeln, Mais und einem mit Preiselbeeren versüßten Apfelkuchen als Dessert.

Die Tische waren stilecht dekoriert mit „Stars and Stripes“-Wimpeln und Blumengestecken in den Farben der Vereinigten Staaten. Volker Schüttenhelm, Präsident der Gesellschaft, blickte in seiner Ansprache noch einmal auf die Höhepunkte des ablaufenden Jahres zurück. In erster Linie war hier der Besuch des amtierenden Generalkonsuls aus Düsseldorf, Michael R. Keller, im Oktober zu benennen. Auch erinnerte Schüttenhelm an die Teilnahme einer Siegener Abordnung am Bundestreffen („Convention“) des Dachverbands der Deutsch-Amerikanischen Clubs in Deutschland, VDAC, welches im Oktober in Bamberg stattfand. Aus Anlass der Convention war der Basketballer Dirk Nowitzki, der als erster Deutscher die NBA-Basketballmeisterschaft in den USA gewann, mit der Lucius D. Clay-Medaille für besondere Verdienste um die deutsch-amerikanische Freundschaft ausgezeichnet worden.

Ebenfalls erinnert wurde an den Besuch einer Gruppe der „Memorial Foundation of the
Germanna Colonies in Virginia“ im Siegerland im Juni. In der „Germanna Foundation“ sind seit über 50 Jahren die Nachfahren der ersten Siegerländer Auswanderer von 1714-1750 organisiert.

Nicht unerwähnt bleiben durfte ferner die Prämierung von Schülerfacharbeiten mit USA-bezogenem oder transatlantischem Inhalt, die ebenfalls im Juni stattfand. Gewinnerin war hier – neben weitren Preisträgerinnen – die Gymnasiastin Laksaini Visvabalan
(Neunkirchen).

Dean A. Woodrow, Austauschstudent aus Philadelphia, der derzeit zu einem einjährigen
Studienaufenthalt in Siegen weilt, referierte in englischer Sprache über die Ursprünge von
Thanskgiving und die Besonderheiten des Fests für seine Familie. Dass zu Thanksgiving
oftmals regelrechte Sippentreffen stattfinden mit mehreren Dutzend Familienangehörigen, von denen nicht wenige nach dem Truthahnessen die traditonell an diesem Tag stattfindenden sportlichen Großereignisse im Fernsehen verfolgen, war für etliche der deutschen Gäste wohl eher überraschend.

Sandra Harnischmacher, Lehrerin am Evangelischen Gymnasium, berichtete in Wort und
Bild über den erfolgreich praktizierten Schüleraustausch mit zwei christlichen High Schools in der Metropolregion Twin Cities (Einzugsgebiet von Minneapolis und St. Paul/Minnesota und St. Croix/ Wisconsin).

Die passionierten USA-Reisenden und Fotografen Helge und Susanne Meiswinkel
(Flammersbach) ließen die Festgäste visuell an ihren Reiseerlebnissen abseits der
ausgetrampelten Touristenpfade teilhaben. Mit atemberaubenden Fotos erzählten sie von
Reiseerlebnissen, die sich ihnen weit außerhalb von Las Vegas in der Wildnis der USBundesstaaten Nevada und Arizona boten. Wildnis ist hier, etwa rund um den Lake Mead, dem wichtigsten Stausee der USA, wörtlich zu nehmen: Durchaus kann es vorkommen, dass durch ein Unwetter eine unbefestigte Straße schlichtweg hinfortgespült wurde, ohne dass eine ausgeschilderte Umleitung für die komfortable Fortführung der Reise sorgen könnte. Berührender Höhepunkt ihrer diesjährigen Reise war für das Ehepaar Meiswinkel die Möglichkeit, an einem Powwow, einer traditionellen Ratsversammlung indianischer Stämme, teilnehmen zu können. Dass es sich hierbei um eine ethnisch wie spirituell unvergleichliche Veranstaltung fern jedweder Touristenfolklore handelt, wurde anhand ausgewählter Bilder deutlich. Bemerkenswert fanden die interessierten Gäste in der Pfeffermühle auch die Tatsache, in welch selbstverständlichem Maße bei den „First Nations“, den Ureinwohnern Amerikas, schamanisches Erbe und materielle Konsumkultur, ethnische Autonomie und amerikanisches Nationalbewusstsein eine Synthese darstellen,
in der alle Widersprüche von einer Klammer des Gemeinschaftsgefühls umfasst werden.

      

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